Aus unserer Chronik
Die Pfarrbücherei wurde im Jahre 1926 gegründet.
Dies lässt sich aus einer mit einer Archivalie aus dem Bistumsarchiv belegen. Eine gemeindeeigene Bücherei wurde erst in der Zeit des Nationalsozialismus errichtet. Die Nationalsozialisten verpflichteten die Gemeinden (denen die kommunale Kulturpflege oblag) öffentliche Büchereien zu entrichten. Die Vorgabe war, in jedem Schulort eine Volksbücherei zu errichten. Die Pfarrbüchereien durften die Bezeichnung "Volksbüchereien" nicht führen.
Reichserziehungsminister Rust schrieb: "Den Volksbüchereien fällt für die geistige und seelische Erneuerung unseres Volkes und seine zukünftige Erziehung im nationalsozialistischen Geiste eine wichtige Aufgabe zu". Auch die Gemeinde Rinchnach wollte eine öffentliche Volksbücherei einrichten, der Eröffnungs-Nachweis von 1936 (siehe Abbildung oben) der entsprechenden Anordnung wurde interessanter Weise vom Pfarrer und vom Schulleiter unterschrieben.
Die Errichtung einer Volksbücherei verzögerte sich, da die Gemeinde aus finanziellen Gründen nicht in der Lage war, die Fertigstellung des benötigten Bücherschrankes in Auftrag zu geben (Schreiben vom 24.09.1937). Die Staatliche Grenzbüchereistelle Bayreuth erließ übrigens eine genaue Bauanleitung. Daraus der erste und der letzte Satz: "Der Schrank ist aus deutscher Kiefer herzustellen" und "Der Schrank wird in einem mittleren nussbraunen Ton gebeizt.
Ob letztendlich eine Volksbücherei eingerichtet wurde, ist aus den archivierten Unterlagen der Bücherei nicht ersichtlich. Die nächste datierte Aktennotiz spricht von einer Schülerbücherei, für die ein staatlicher Zuschuss verwendet wurde.
Zusammenlegung von Pfarr- und Volksbücherei
Die Zusammenlegung von (der älteren) Pfarrbücherei und (der jüngeren) Volksbücherei bzw. Schülerbücherei erfolgte 1956, wie unten abgebildeter Gemeinderatsbeschluss aufweist. Mit einem weiteren Dokument von 1975 (siehe weiter unten) wurde dann die Vereinigung von Gemeinde- und Pfarrbücherei noch einmal bekräftigt bzw. rechtlich korrekt geregelt. Im März 1990 zog die Bücherei vom Roten Schulhaus in zwei Räume im Weißen Schulhaus (1. Stock).
Jahresstatistik 1990
Unterbringung: eigener Raum im Weißen Schulhaus
Büchereileiter: S. Kuniberta Groß
Zahl der Leser: 216
(159 Kinder, 57 Jugendliche und Erwachsene)
(159 Kinder, 57 Jugendliche und Erwachsene)
Buchbestand: 3466
(1412 Romane, 692 Sachbücher, 1362 Kinderbücher)
(1412 Romane, 692 Sachbücher, 1362 Kinderbücher)
Entleihungen: 2685
(953 Romane, 236 Sachbücher, 1496 Kinderbücher)
(953 Romane, 236 Sachbücher, 1496 Kinderbücher)
Jahresstatistik 1992
Unterbringung: eigener Raum
Büchereileiter: Andrea und Christine Perl,
ab Dezember Angelika Dengler
Zahl der Leser: 260
(226 Kinder, 35 Jugendliche und Erwachsene)
Buchbestand: 3707
(1441 Romane, 724 Sachbücher, 1454 Kinderbücher)
Entleihungen: 2180
(377 Romane, 311 Sachbücher, 1492 Kinderbücher)
Büchereileiter: Andrea und Christine Perl,
ab Dezember Angelika Dengler
Zahl der Leser: 260
(226 Kinder, 35 Jugendliche und Erwachsene)
Buchbestand: 3707
(1441 Romane, 724 Sachbücher, 1454 Kinderbücher)
Entleihungen: 2180
(377 Romane, 311 Sachbücher, 1492 Kinderbücher)
Büchereileitungen seit 1936:
bis 1936 unbekannt
1936 - 1955 Rektor Moritz Steiner
1955 - 1957 Kooperator Walter Wenger
1958 - 1963 Lehrerin Ursula von Buttlar
1964 - 1978 Lehrer Josef Simmel
1979 - 1991 Schwester Kuniberta Groß
1992 Andrea und Christine Perl
1993 Angelika Dengler
Im Dezember 1992 übernahm Angelika Dengler die Bücherei-Leitung. Zusammen mit bewährten und neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern begann sie mit einer umfassenden Reorganisation des Büchereiwesens und der Büchereiarbeit in Rinchnach.
Zunächst erfolgte eine Renovierung der Büchereiräume. Diese wurden zum Teil mit neuer Möblierung und neuen Regalen ausgestattet, die Öffnungszeiten wurden erweitert . Gleichzeitig erfolgte eine Reorganisation des Bücherbestandes. Der sehr überalteten Bestand wurde von den Diözesanbibliothekaren Mader und Kaiser überarbeitet, die kräftig aussortierten Viele neue Büchern wurden angschafft, neu wurden auch sonstige Medien (CDs, Ton-Kassetten usw.) in die Regale eingestellt.. In aufwändiger Arbeit wurde die Verwaltung des Medienbestandes auf EDV-Software umgestellt.
Parallel wurde zahlreiche Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit gestartet. Mit Hilfe von Presseartikel, Kinderpreisrätsel, Altenclub-Ausstellung, Bücherflohmarkt beim Pfarrfest, Werbematerial Stofftasche und Lesezeichen, Besuch von Kindergartengruppen in der Bücherei, einer Dichterlesung, eines Tages der offenen Tür wurde die Bücherei wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt, zahlreiche neue Leser konnten gewonnen werden.
1990:
1993:
2014:
2017:
2019: